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Geschichte der Burg

    Die erste Warte des Deutschen Ordens entstand im Jahre 1241,
mit dem Bau einer gemauerten Burg wurde über 100 Jahre später begonnen. Anlaß für die Errichtung waren die Übergriffe der Prussen,
die sich der Unterdrückung ihres Stammes durch den Orden stets zu widersetzen versuchten. Seit 1243 gehörte Reszel dem ermländischen Bischof, doch der Orden verließ die Stadt erst im Jahre 1300.

    Der Bau der Burg dauerte über ein halbes Jahrhundert. Er wurde
von Bischof Johannes dem I. aus Meißen im Jahre 1350 begonnen,
seit 1355 von Johannes dem II. Stryprock fortgesetzt und im Jahre
1401 von Heinrich dem III. Sorbom vollendet. Letzterer, der für seine Verschwendungssucht bekannt war, brachte den Bau weit voran
- damals entstanden u.a. der Südflügel mit den Bischofsgemächern
und die Kreuzgänge. Die Warte wurde mit den Wehrmauern der Stadt gekoppelt.

    Nach dem zweiten Frieden von Thorn (1466) kam Ermland unter
die Herrschaft des polnischen Königs. Gegen 1505 begann man auf Anregung des Bischofs Lukas Watzenrode mit dem Bau der neuen Außenmauern. Die Befestigungen wurden dem Schußwaffeneinsatz angepaßt. Damals wurde die Burg von Nikolaus Kopernikus, dem Neffen
des Bischofs, oft besucht. Größere Arbeiten wurden wieder in den
Jahren 1594-1597, also zur Zeit des damals regierenden Kardinals
Andrzej Batory, durchgeführt. Die Burg, die ihre militärische Bedeutung inzwischen verloren hatte, wurde in eine prachtvolle Jagdresidenz umgewandelt.

 

    Nach der ersten Teilung Polens (1772) kam die
Burg unter preußische Herrschaft, und im Jahre 1780 wurde hier ein Gefängnis untergebracht. Zweimal
(1806 und 1807) wurde die Burg von großen Feuern heimgesucht. Beim ersten Brand wurden alle
hölzernen Bauten der Stadt, das Rathaus und
teilweise die Burg zerstört, der zweite Brand
vernichtete die Burg vollständig. Die Ruine wurde
im Jahre 1822 der evangelischen Gemeinde übergeben. Die damals durchgeführte Renovierung verwischte
zum großen Teil den mittelalterlichen Charakter der
Burg - u.a. wurden die Kreuzgänge abgebaut, und
der Südflügel wurde in eine protestantische Kirche umgewandelt.

    Im Jahre 1958 wurde die Burg vom Verein
"Pojezierze" übernommen. Nach einer gründlichen Renovierung in den Jahren 1976 bis 1985 wurde ein
Teil der Räume teilweise den Künstlern bzw. einer Kunstgalerie überlassen. Nach der nächsten
Renovierung im Jahre 2001 wurden hier Hotel mit Restaurant, Galerie und Museum untergebracht.

 
Zamek Reszel
Kreativ Hotel sp. z o.o.
+48 89 755-01-09


update September 9, 2008