Die noch erhaltenen Überreste der Burg befinden sich auf einer geringen Anhöhe, einst von drei Seiten vom Flussgebiet der Liwna umgeben. Die altprussische Burg des Stammes der Barten auf diesem Standort wurde von den Ordensrittern schon 1240 eingenommen. Die anfangs kleine Siedlung erhielt 1359 die Handfeste und daraufhin wurde nach einigen Jahren mit dem Bau der Festung begonnen. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts - Sitz der Staatsanwälte und nachher der Ordenskomture. Das dreiflügelige Gebäude war wahrscheinlich die erster Ordensburg, deren Bau den Gebrauch von Feuerwaffen berücksichtigte. Dafür sprechen zahlreiche Schießscharten und vorgeschobene Basteien, die den Beschuss längs der Mauern ermöglichten. Ende des 16. Jahrhunderts verlor die abseits gelegene und durch Kriege ruinierte Burg ihre militärische Bedeutung. Teilweise wurde sie 1915 von einem Brand vernichtet. Sehenswert ist auch die gotische Kirche vom Ende des 14. Jahrhunderts. |