Die erste Warte auf der erhabenen Anhöhe am Guber bauten die Ordensritter 1329. Sie wurde auf der Brand- stätte der schon im 13. Jh. eroberten Pruzzenburg Rast errichtet. Daneben entstand eine kleine Ansiedlung, der bereits 1357 die Gründungsurkunde verliehen wurde. Mit dem Bau der Burg begann man zur Hälfte des 14. Jahr- hunderts. Es war ein Dreiflügelobjekt, geschlossen vom Westen durch eine Zwingermauer mit Tor. Der Nordflügel bildete das Hauptgebäude, das von Ziergiebeln bekrönt - Kapelle, Refektorium und Dormitorium enthielt. Turm und Vorburg fehlten. Im 19. Jh. verlor die Stadt eine stattliche Reihe von mittelalterlichen Gebäuden; niedergerissen wurden u.a. die St-Katharina-Kirche, die Stadttore und die Bogenhäuser rund um den Markte. Die größten Verluste jedoch fügte der Stadt - als Hinterland von Hitlers Hauptquartier in der Görlitz - der Zweite Weltkrieg bei: 1942 wurde sie von sowjetischen Fliegern bombardiert, und im Januar 1945 - während des Sturmes der 31. Armee des Gen. Szafronow - brannten Altstadt und Burg ab. |  |